Methode und Theorie

Gedanken zur Target-Erstellung im Remote Viewing

(Vorveröffentlichung als Auszug eines Beitrags aus dem Buch "Die Bar am Ende des Universums, 3. Anflug". Erscheint Dezember 2011)

Im Laufe meiner noch recht jungen Remote Viewer-Laufbahn übernahm ich verschiedenste Tätigkeiten, die dort anfallen. Dazu gehörte neben dem Viewen, Monitoren und Organisieren von Projekten auch häufig die Target-Erstellung für andere Viewer. Mit der Zeit begann ich mir verstärkt Gedanken dazu zu machen, inwieweit sich die Target-Erstellung auf die eigentlichen Session-Ergebnisse auswirken kann. Welche Störfaktoren treten auf, und wie können diese reduziert werden? Des Weiteren stellte sich die Frage nach Optimierungsmöglichkeiten der Target-Erstellung, welche unterstützend auf die Session-Ergebnisse wirken.

Target-Formulierungen

Der wesentliche Bestandteil eines Remote Viewing-Targets ist die Target-Formulierung ("Tasking"). Sie ist, zumindest bei zielgerichteten Projekten, essenziell um den Viewer ordnungsgemäß in die gewünschte “Zone“ zu bringen. Die Target-Formulierung spielt bei der Erstellung des Targets eine wesentlichste Rolle, da sie dem Viewer die eigentliche Aufgabenstellung während Abarbeitung des Targets liefert. Daher sollte sie möglichst durchdacht, schlüssig und konkret formuliert sein. Nachlässige bzw. widersprüchliche Formulierungen können das konkrete Session- Ziel offenbar stark behindern oder verfälschen. Die wichtigsten Störfaktoren möchte ich im Folgenden zusammen mit entsprechenden Beispielen erläutern.


Vorbelastung und Neutralität

Mond

 

 

 

 

 

 



Hierbei geht es um die Verwendung vorbelasteter bzw. nicht neutraler Begriffe in der Target-Formulierung. Vor allem bei bewusstseinsmäßig stark frequentierten bzw. “kontaminierten“ Targets, scheint die Verwendung von vorbelasteten Begriffen eine Verfälschung der Ergebnisse bewirken zu können. Im folgenden Beispiel wurde im ersten Fall ein vorbelasteter, direkte Begriff verwendet (“Mond“), und im zweiten Fall eine neutrale(re) Formulierung (“das abgebildete Objekt“):

Variante 1 (vorbelastet):

Beschreibe den Mond zum Zeitpunkt der Aufnahme

Variante 2 (neutraler):

Beschreibe das abgebildete Objekt zum Zeitpunkt der Aufnahme

Der Begriff “Mond“ scheint im Target also nicht nur den Mond an sich als neutrale Sache zu beinhalten, sondern auch ein großes Paket an kollektiven Vorstellungen der Menschen, die seit Anbeginn der Geschichte diesem immer präsenten Himmelskörper entgegengebracht werden. Das könnten z.B. mannigfaltige spirituelle Vorstellungen (vermutlich bis in Urzeiten zurückreichend), oder extraterrestrische Elemente (eher neuzeitlich) sein. Die Verwendung einer neutralen Formulierung hilft anscheinend, diese anhängenden Felder auszufiltern. Ob jedoch eine völlige Ausfilterung möglich ist (vor allem bei den sehr stark frequentierten Targets), muss noch genauer erforscht werden.


Das richtige Tasking

Um genauere Session-Ergebnisse zu bekommen, sollten die Target-Formulierungen möglichst konkret und spezifisch erstellt werden. Bei zu grob gefassten bzw. unkonkreten Formulierungen bewegt sich der Viewer eher “aufs Geratewohl“ im Target herum, und die gewonnenen Daten sind unzusammenhängend bzw. oberflächlich.

- Stefan Franke