Forschung und Praxis

Zu viel ist zu viel

Wir von Into-the-Matrix werden von unseren Remote Viewing Schülern häufig gefragt, wie viele Sessions pro Woche man denn nun machen soll, um vernünftigen Trainingsfortschritt zu erreichen. Die landläufige Meinung hierzu bei Anfängern lautet: Viel hilft viel. Nun gehen die Meinungen bei dieser Frage auch bei langjährigen Viewern auseinander. Meiner Erfahrung nach sind 2-3 Sessions pro Woche eine gute Wahl. Klar, mit mehr Übung geht auch mehr. Wer erinnert sich nicht an die schweißtreibenden ersten Sessions, nach denen man total fertig in der Ecke saß? Mit Übung gibt sich das natürlich.

Auch stellt sich, hat man erst mal eine gewisse Erfahrung erreicht, die Frage: soll ich noch Trainingssessions machen? Bei dieser Frage habe ich schon Viewer streiten sehen. Meine Meinung? Gehen Profi-Fußballer noch ins tägliche Training? Ja, tun sie. Sie könnten genauso gut behaupten, sie würden ihre Fähigkeiten verbessern, wenn sie lediglich am Samstagnachmittag-Kick im Stadion teilnehmen. Bis zu einem gewissen Grad mag das stimmen, aber effektiver für den Fortschritt ist das Training. Man will ja im Spiel selbst best-möglich abschneiden und den versemmelten Freistoß kann man auch nicht noch mal wiederholen.

Ok, diese Meinung wird nicht jedem Viewer gefallen. Das ist ok, letztlich ist das eine individuelle Entscheidung. Wer Trainingssessions leid ist, hat mit Manfreds Übungsbuch (Themenheft 3) einen kompetenten Rat- und Ideengeber, um Abwechslung ins Training zu bringen. Wer weiterführende Ideen haben möchte, kann sich gern bei mir melden, ein paar Ideen habe ich noch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Dieser Artikel soll sich aber letztlich weniger mit der Frage beschäftigen, wie viele Sessions man machen sollte, oder ob überhaupt noch Trainingssessions gemacht werden sollen, hat man einen gewissen Stand erreicht. Ich möchte mit diesem Artikel vielmehr meine Beobachtung zum Besten geben, was passiert, wenn man es übertreibt.

Was ist die Ausgangssituation? Ich bin ein ziemlich eifriger Viewer, absolviere auch recht viele Trainingssessions zwischen meinen operationalen Sessions, lege aber auch immer wieder bewusst Pausen ein, die gerne mehrere Tage umfassen dürfen. Trotzdem: man kann es übertreiben, und dann kommt die Blockade.

Interessant an meiner Blockade: sie kam plötzlich. Nach einer sehr guten Trainingssession kam der Absturz. Es ging nichts mehr, ich konnte machen, was ich wollte. In solchen Fällen bekomme ich (eine Schwäche von mir) eine Brechstangenmentalität, und habe so eine Trainingssession nach der anderen absolviert, und eine schlechter als die andere.

Was interessant ist: es waren nicht mal AULs oder linkshemisphärische/verstandgetriebene Überlagerungen oder Störungen. Vielmehr waren meine Archetypen in den Ideogrammen schon zweifelhaft. Also etwas, das eigentlich aus dem Unbewussten kommt. Meine Ideogramme zeigten Vorgänge, Aktionen, Bewegung, Lebewesen voller Tatendrang in Targets, die lediglich ein Gebäude, Felsen etc. zeigten. Das Interessante: Die belebten/energetischen Situationen, die ich in den Sessions beschrieb, passten schon irgendwie zur Szene und man konnte sich entfernt vorstellen, dass ich in der Zeit oder im Ort verrutscht war. Beispiel: Ein verlassener, rostbrauner Bergbauwagen wurde von mir als solcher beschrieben, aber in meiner Session war da eine Art Touristenführer (wobei nicht klar ist, ob der dort ist; möglich, möglich dass nicht). Eine Session auf die Pyramide von Gizeh ergab eine Grabung. Es wurde gebuddelt, Zuschauer standen laut meiner Session an einer Abgrenzung und schauten zu. Plausibel? Ja. Richtig geviewt? Keine Ahnung, auf dem Bild ist das nicht zu sehen.

Nun sind solche räumliche oder zeitliche Fehltritte Dinge, mit denen wir Viewer umgehen müssen. Nur kam ich in meinen Sessions nicht mehr auf das eigentliche Target, ich konnte es probieren, so oft ich wollte. Meine These: Mein unbewusster Teil von mir hatte die Nase voll von Trainingstargets und ging bewusst (Achtung, Wortspiel!) auf die spannenden Aspekte rund um das Target. Ein Phänomen, das wir schon in umfangreichen Projekten beobachten konnten. Dort bekam der Viewer, der zu viele Sessions auf das Projekt machte, mit Sessionbeginn sichtbar schlechte Laune, was sich in entsprechenden AIs niederschlug.

Abgesehen von dem Fokus auf "Action" im Target, die nur mit Fantasie dort zu sehen war, waren meine Sessions aber auch einfach schlecht und meine Trefferquoten gingen massiv in den Keller. Ich fühlte förmlich die Blockade beim Viewen. Manfreds Tipp in einer solchen Situation, die ihm nicht fremd war, lautete: Gutes Essen, Bier trinken, und etwas, das ich großzügig mit "Zeit mit seiner Freundin verbringen" übersetzen möchte.

So nahm ich mir vor: eine letzte operationale Session, dann ist Pause. Siehe da: diese letzte Session mit Marie als Monitor war auf gewohntem Niveau. Gibt es hier unbewusste Unterscheidungen zwischen Trainings- und operationalen Targets? Die Vermutung liegt nahe und der Verdacht kam nicht zum ersten Mal auf.

Mit dem guten Gefühl, das Viewen doch nicht verlernt zu haben, ging es in die wohlverdiente Pause mit mindestens mal gutem Essen und einem schönen Feierabendbier.

TF