Kolumne

30.03.2020 - Montag

Was kommt danach? – Hellsehen für Remote Viewer

Die Fragen mehren sich. Besonders eine Frage. Was kommt danach, nach diesen „tollen“ Tagen.

Na ja, es wird wohl niemand kommen um uns zu befreien oder zu besetzen. Besetzt sind wir schon, zweimal besetzen mach irgendwie keinen Sinn.

Das mit dem Befreien ist auch so ein Problem.

Erstens, wer sollte uns den befreien und von wem?

Zweitens, wie würden wir mit unserer Freiheit umgehen?

Drittens (also eigentlich das wirkliche Erstens …), was ist denn für uns Freiheit?

Ich gebe hier meine persönliche Meinung zu den drei von mir persönlich an mich gestellten Fragen ab. Dieses Muster folgt der gegenwärtigen Situation in Deutschland, ein Problem erschaffen, die Auswirkungen etablieren und die Lösung zum gegebenen Zeitpunkt veröffentlichen.

Also zur ersten Frage … Wer sollte uns befreien?

Ich weiß auch nicht so recht? Kennen Sie jemanden? … Ich auch nicht. Ich habe dazu allerdings auch keine repräsentative Umfrage gemacht. Dazu wären die Antworten von etwa zehntausend Menschen notwendig und wenn jeder 1,5 m Abstand zu seinem Nachbarn hat, wären das 15000 Meter und das am Montagnachmittag!

Irgendwelche QAnons und PATRIOTEN wollen das ja tun, sagen sie jedenfalls. Aber warum denn um Himmelswillen gerade Deutschland. Diese undankbaren Deutschen! Aktuell wird noch nach mehr Maßnahmen zur Ausgangsbeschränkung gerufen. Hier werden die Türen noch von innen zugehalten. Wenn das sich so fortsetzt, wir das bald Bußgelder geben … wegen böswilligen zu Hause Bleibens … das macht mir Angst.

Man könnte allerdings auch an „Ausgehprämien“ denken. Auf der Straße Geld zu verdienen bekommt dann irgendwie einen positiven Status und jeder kann es tun.

Jetzt zur zweiten Frage … Wie würden wir mit unserer Freiheit umgehen?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Also erst mal shoppen. Wer kauft ist frei. Wer am meisten kauft ist am freisten. Klopapier hat sich zum Freiheitssymbol entwickelt. Ich dachte immer, wenn es mal kritisch wird, werden Lebensmitteltransporte entführt und in dunklen Industriebrachen von dunklen Gestalten entladen und die Fahrer mit einer Gabel und einer kalten Suppe aus der Dose davongejagt.

Nein, es geht um Klopapier, um das sich Hausfrauen mitunter sogar prügeln, öffentlich.

Was geht denn noch so? Ja, richtig verreisen. Endlich! Kreuzfahrten … äh … nicht so gut. Man hat da vor einigen Tagen so Dinge gehört … hmmm.

Arbeiten gehen … ja gut, kennt man ja … das passt! Der Mensch muss was tun, sonst wird ihm langweilig. Das haben wir ja gerade. Den ganzen Tag die Familie! … man muss ja auch mal raus und wenn es auch nur das Büro, das Fließband oder was anderes ist, aber den ganzen Tag die Familie, die eigenen Kinder und dann auch noch die „bessere“ Hälfte … neeee …!

Sport? Genau Sport! Das sollte jetzt aber jeder wissen. Sport ist gesund. Jede Stunde vom Menschen getriebener Sport verlängert das Leben um genau diese Zeit. SUPER!

Einige von uns werden sich noch erinnern, da gab es Zeiten, in denen im Fernsehen gezeigt wurde, wie lebensverlängernde Maßnahmen genau aussehen. Es wurden ganze Großveranstaltungen dazu ausgerichtet und einige Menschen, die vorhatten besonders lange zu Leben, bekamen dafür viel Geld und machten das dann den ganzen Tag und ließen sich dabei filmen und die Menschen, die keine Lust dazu hatten, konnten sich diese Filme ansehen. Cool!

Kommen wir zur letzten und entscheidenden Frage … Wollen wir befreit werden?

Sie merken schon, die Frage ist eine andere, als am Beginn des Artikels angekündigt. Ja, richtig. Ich habe in keinem Wort erwähnt, dass ich mich an das oben geschriebene halten werde. Hauptsache ist doch, Sie treffen erst einmal die Wahl, diesen Artikel zu lesen und ich habe meine Klickzahlen … nicht wer wählt ist wichtig, sondern wer zählt …

Natürlich wollen wir NICHT befreit werden, deshalb passiert es auch nicht. Doch ab und zu passiert mal was, was aufregendes, Bewegung ist gut … das hatten wir ja gerade.

Wirft jemand ein Korn in den Ring, stürzt sich der gesamte Hühnerhaufen darauf. Wie schon Erich von Däniken sagte, „Wer will schon mit einem Hühnerhaufen diplomatische Beziehungen auf interplanetarer Ebene aufnehmen?“

„Also die Merkel macht das …!“ und „Der Söder ist ein ziemlich harter Hund … !“, die Richtung ist schon vorgegeben.

Und wenn wir alle Abstand halten, kann uns nichts mehr passieren.

Einige werden sich dann noch dunkel erinnern, dass es Zeiten gab, in denen man sich die Hand zur Begrüßung gab oder öffentliches Husten keinen Katastrophenalarm auslöste.

In den Geschichtsbüchern wird stehen:

So lebten sie, die CORONIDEN, in den vorvironalen Zeiten. Die waren etwas unterbelichtet, deshalb haben sie sich selbst in Krankenhäuser eingewiesen und sind freiwillig aus den Leben verschwunden.

Und das war gut so!

Und jetzt wascht euch die Hände!

RR