Kolumne

14.04.2020 - Dienstag

Der Einstieg in den Ausstieg

Nun ist Ostern vorbei. Das Ostern, welches in die Geschichtsbücher eingehen wird, so jedenfalls wurde es immer mehr propagiert.

Endlich werden wir alle errettet!

Die Retter sind nicht gekommen und wenn, dann als Nachbar, der um etwas Grillanzünder bat. Die Rettung bestand darin einfach mal wieder mit einem Menschen sprechen zu können, der nicht zur Familie gehört und zu erfahren, dass es sie noch gibt, die anderen Menschen und sie sind keine Bilder in einem 3D-Kino.

Wir konnten in den letzten Tagen sehen was in einem postfaktischen Zeitgeistszenario so alles ablaufen kann.

Der Polizeistaat und die Massenüberwachung kommen. Definitiv!

Schon wie Söder schaut und wie die Merkel sich bewegt … die läuft ja hinter dem Spahn her … das hat was zu bedeuten … Definitiv!

Wenn wir uns mal mit ohne weniger oder auch mehr Analyse und Verstand die Maßnahmen zur Durchsetzung zur Eindämmung eines Viruses anschauen, von dem so gut wie nichts bekannt ist, außer dass es ihn gibt, muss man kaum noch was sagen … hier ein Post aus unserm Chat dazu:

(an dieser Stelle vielen Dank an steini, zur Verbreitung gedacht)

  1. Im Prinzip dürfen Sie das Haus nicht verlassen, aber wenn Sie es müssen, dann können Sie.
  1. Masken sind nutzlos, aber vielleicht müssen Sie eine tragen, sie kann Sie retten, sie ist nutzlos, vielleicht ist sie aber auch obligatorisch.
  1. Die Läden sind geschlossen, mit Ausnahme derjenigen, die geöffnet sind.
  1. Sie sollten nicht in Krankenhäuser gehen, es sei denn, Sie müssen dorthin gehen, dasselbe gilt für Ärzte, Sie sollten nur im Notfall dorthin gehen, vorausgesetzt, Sie sind nicht zu krank.
  1. Dieses Virus ist tödlich, aber dennoch nicht allzu beängstigend, außer dass es manchmal tatsächlich zu einer globalen Katastrophe führt.
  1. Handschuhe werden nicht helfen, aber sie können trotzdem helfen.
  1. Jeder muss ZUHAUSE bleiben, aber es ist wichtig, RAUSZUGEHEN.
  1. Es gibt keinen Mangel an Lebensmitteln im Supermarkt, aber es gibt viele Dinge, die fehlen, wenn man am Abend dorthin geht, aber nicht am Morgen.
  1. Das Virus hat keine Auswirkungen auf Kinder, außer auf diejenigen, auf die es sich auswirkt...
  1. Tiere sind nicht betroffen, aber es gibt immer noch eine Katze, die im Februar in Belgien positiv getestet wurde, als noch niemand getestet wurde, plus ein paar Tiger hier und da ...
  1. Sie werden viele Symptome haben, wenn Sie krank sind, aber Sie können auch ohne Symptome krank werden, Symptome haben, ohne krank zu sein, oder ansteckend sein, ohne Symptome zu haben. Ah.
  1. Um nicht krank zu werden, muss man gut essen und Sport treiben, aber essen, was immer man zur Hand hat, und es ist besser, nicht auszugehen, nun ja, aber nein ...
  1. Es ist besser, etwas frische Luft zu schnappen, aber man wird sehr schief angesehen, wenn man frische Luft schnappt, und vor allem geht man nicht in Parks oder geht, ohne sich hinzusetzen, außer dass man das jetzt kann, wenn man alt ist (in welchem Alter?!?), aber nicht zu lange oder schwanger (aber nicht alt).
  1. Man kann nicht in Altersheime gehen, aber man muss sich um die Alten kümmern und Lebensmittel und Medikamente mitbringen.
  1. Wenn Sie krank sind, können Sie nicht ausgehen, aber Sie können in die Apotheke gehen. Wenn Sie in einem Pflegeberuf tätig sind, dann können Sie auch mit mehr als 38°C arbeiten, kommen Sie, nicht mehr als 38°C. 37,9 ist nicht schlimm, es sei denn, Sie sind kein Pfleger.
  1. Sie können sich Restaurant-Essen ins Haus liefern lassen, das möglicherweise von Personen zubereitet wurde, die keine Masken oder Handschuhe trugen. Aber Sie müssen Ihre Einkäufe 3 Stunden lang draußen dekontaminieren lassen. Auch Pizza?
  1. Jeder beunruhigende Artikel oder jedes beunruhigende Interview beginnt mit "Ich möchte keine Panik auslösen, aber...".
  1. Sie können Ihre ältere Mutter oder Großmutter nicht sehen, aber Sie können ein Taxi nehmen und einem älteren Taxifahrer begegnen.
  1. Sie können mit einem Freund herumlaufen, aber nicht mit Ihrer Familie, wenn diese nicht unter demselben Dach lebt.
  1. Aber man sagt Ihnen, dass es nicht gefährlich ist, mit dem richtigen "sozialen Abstand" zu gehen. Warum können Sie also nicht mit anderen Freunden oder Familienmitgliedern gehen (einer nach dem anderen), wenn Sie draußen im richtigen Abstand sind?
  1. Das Virus bleibt auf verschiedenen Oberflächen zwei Stunden lang aktiv, nein, vier, nein, sechs, nein, wir haben nicht Stunden gesagt, vielleicht Tage? Aber es braucht eine feuchte Umgebung. Oh nein, eigentlich nicht unbedingt.
  1. Das Virus bleibt in der Luft - nun nein, oder ja, vielleicht, vor allem in einem geschlossenen Raum, in einer Stunde kann eine kranke Person zehn anstecken, wenn es also dumm fällt, sind alle unsere Kinder bereits in der Schule infiziert worden, bevor sie geschlossen wurde.
  1. Wir zählen die Zahl der Todesfälle, aber wir wissen nicht, wie viele Menschen infiziert sind, da wir bisher nur diejenigen getestet haben, die "fast tot" waren, um herauszufinden, ob es das ist, woran sie sterben werden...
  1. Wir haben keine Behandlung, außer dass es vielleicht eine gibt, die anscheinend nicht gefährlich ist, es sei denn, man nimmt zu viel ein (was bei allen Medikamenten der Fall ist).
  1. Wir sollten so lange eingesperrt bleiben, bis das Virus verschwindet, aber es wird nur verschwinden, wenn wir eine Immunität erreichen, also wenn es zirkuliert... aber dafür dürfen wir nicht länger eingesperrt sein"?

So sehen also die Maßnahmen eines Polizeistaates aus, der seine Bürger einsperren will … ???

Ich denke wir sollten uns einige Berater aus Nordkorea einfliegen lassen, natürlich nur mit Mundschutz.

Natürlich sind alle nervös … sogar ich (wer hätte das gedacht …).

Wir waren gewöhnt uns mit Problemen rumzuschlagen, die wir gar nicht hätten, wenn wir schon immer etwas ruhiger und besonnener mit uns umgegangen wären.

Die Situation haben wir jetzt … und auch Probleme, nur andere, die wir nicht hätten, wenn wir alles so gelassen hätten wie es war und uns mit Problemen rumschlagen müssten, die … ach das sagte ich schon … richtig.

Also steigen wir jetzt aus … bzw. ein in den Ausstieg.

Und dann?

Dann gibt es wieder Probleme, die wir bekommen werden, weil wir ja wieder dahin Aussteigen bzw. Einsteigen … na Sie wissen schon, wo wir herkommen und die Probleme … na Sie wissen schon …

Glauben Sie wirklich, dass unsere „Volksvertreter“ das wieder so haben wollen.

Wollen Sie nicht! Und das sagen die auch, denn die Angst ist mit ihnen.

Hmmmm … Ist dann aber sehr, sehr, sehr, sehr, sehr (denken Sie sich bitte hier eine ihrer Stimmung entsprechende Anzahl „sehr“) oft durchaus anders ausgegangen.

Sie erinnern sich … ?

Nicht?

Egal!

Passt auch so!

RR

07.04.2020 - Dienstag

Warum die Wurst zwei Enden hat

Mit den Anfängen ist es oft schwierig, mit den Enden auch. Nehmen sie die Wurst, auch eine vegetarische oder vegane Wurst ist geeignet.

Einige von uns wissen, dass man die Wurst auch an der Nase haben kann, das wird hier nicht näher beleuchtet, kann aber besonders beim Wünschen passieren. Die Frage ist dann, wie man da wieder rauskommt.

Aktuell haben wir ja eine solche Situation.

Die Agierenden können sich kaum noch erinnern, wie der Anfang aussah, aber Enden haben wir eine ganze Reihe und diese Enden können je nach Fall Lage auch mal dick sein.

Sehen Sie sich mal so eine Wurst an. Auf der einen Seite der Anfang und auf der anderen Seite das Ende. So soll es sein und der Analytiker ist zufrieden. Sogar der Wissenschaftler sieht seine Null-Hypothese widerlegt. Es gibt einen Anfang und es gibt ein Ende. Die Welt ist in Ordnung.

Plötzlich, wie aus dem NICHTS kommt da so ein Dahergekommener daher und behauptet das Gegenteil. Das Ende wäre der Anfang und der Anfang ist das Ende. Und der Dahergekommenen beweist das auch noch sehr einfach und für alle nachvollziehbar.

Wie?

Das ist die heutige Aufgabe für den angehenden Statistiker.

Auflösung: Machen Sie Flaschendrehen mit ihrer Wurst. Also Wurstdrehen. Das ist zugegebenermaßen nicht so aufregend, aber man kann das Spiel ja auch lustiger gestalten. Beispielweise könnte der Mitspieler, auf den der Anfang der Wurst zeigt so ein Gesicht machen, wie er glaubt, dass der Mitspieler, auf den das Ende der Wurst zeigt sich gerade fühlt. Mit Alkohol macht das sehr viel Spaß!

Nach einiger Zeit, werden alle nicht mehr wissen, wo der Anfang der Wurst war und wo das Ende der Wurst ist. Deshalb hat die Wurst zwei Enden, das ist einfacher und man muss sich um den Anfang keine Gedanken machen.

Aber zurück zu unserer Aufgabe und dem dahergekommenen Anderswisser. Was passiert, wenn man die Wurst genau um einhundertachtzig Grad (hier wird es wissenschaftlich) dreht. Wo ist jetzt der Anfang und wo ist das Ende?

Das kommt dann ganz auf die Sichtweise an. Schaut man vor einer Seite auf die Wurst oder von der anderen Seite. Von vorn oder von hinten, von oben oder von unten?

Deshalb kam es zu dem wissenschaftlichen Konsens, dass die Wurst zwei Enden hat. Das ist zwar weder wissenschaftlich noch statisch aber praktisch.

Haben Sie schon mal gehört, dass die Wurst zwei Anfänge hat.

„Alles hat einen Anfang nur die Wurst hat zwei!“

Das wäre nie ein Hit geworden!

Guten Abend!

RR

07.04.2020 - Dienstag

Die Pentagratur des C-Virus

Es soll ja Dimensionen geben, mehrere sogar. Beispielweise die Länge, aber auch Höhe und Breite. Die Zeit soll ja auch eine Dimension sein. Früher dachte ich immer, die Zeit wird von der Uhr gemacht. Dann habe ich studiert, irgendwelchen technischen Kram und man hat mir gesagt, dass dem nicht so sei.

Mittlerweile denke ich, dass die Zeit von der EU gemacht wird, zumindest die im Sommer und die im Winter. Das steht sogar im Kalender. Dann solls auch noch die Sternzeit geben, aber das hat was mit der „Föderation“ zu tun und da gibt es einen Knopf zum Abschalten am Guckkasten.

Gestern habe ich einen Beitrag gesehen, da ging es um die psychischen Dimensionen des Virus. Also nicht um die des Virus, sondern um die des Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Die Dimensionen sind schon ausgemacht.

Es gibt die freiheitliche Dimension, das sind die Menschen, die sich durch die Auswirkungen des C-Virus ihrer freiheitlichen Rechte beraubt sehen.

Dann gibt es die gesundheitliche Dimension, das sind die Menschen, die sich durch die Auswirkungen des C-Virus ihrer gesundheitlichen Rechte beraubt sehen.

Weiter gibt es die politische Dimension, also die Politiker, die durch ihre staatsnahen Experten beraten werden, na ja eigentlich ist es nur ein Experte und diese Politiker wollen natürlich nichts falsch machen, also tun Sie was. Was auch immer, nichts zu tun ist ganz schlecht. Das nennt man dann Aktionismus.

Eine weitere Dimension sind die Journalisten, die gern das richtige berichten wollen und von den anderen Journalisten gemocht werden wollen. Meine These ist, dass Journalisten nicht für ihre Leser schreiben, sondern für ihre Kollegen, möglichst so, dass ihre Kollegen sie nicht mit einem Shitstorm belegen.

Ja, und dann gibt es noch die unabhängigen Experten, die nervigerweise eine andere Sicht auf die Dinge haben als die staatsnahen Experten, und auf die wird dann draufgehauen.

Wer der Böse für den anderen ist, kann dann frei entschieden werden, da hat jede Gruppe so ihre Präferenzen.

Gut zu erkennen ist hier das Beziehungsprinzip. Wenn eine Gruppe fehlen würde, müsste man sie glatt erfinden damit alles schön funktioniert und das/den Virus natürlich auch.

So eine Gemengelage lässt sich natürlich gut am Laufen halten und kann je nach gewünschtem Thema hoch oder runtergefahren werden bzw. zeitlich länger oder kürzer andauern.

Die Frage, die sich hier stellt ist die nach dem WARUM. Um ein Virus um den Globus zu jagen und mit Stumpf und Stiel auszurotten?

Vielleicht werden wir es ja erfahren … aus der Tagesschau, noch vor dem Wetter.

Guten Abend!

RR

05.04.2020 - Sonntag

Ich weiß, dass ich nichts weiß, aber das ganz sicher

Wir werden ja schon länger sehr ausführlich informiert, von überall her. Sogar unsere Nachbaren informieren mich. Das finde ich gut, denn ich weiß ja nichts und das stimmt sogar.

Ich habe soviel Information und bekomme immer mehr, immer mehr und mehr und jetzt weiß ich nichts mehr und immer mehr nichts … ist ja fast schon philosophisch oder nicht, ich weiß es nicht … Sie etwa?

Auch nicht … das meinte ich gerade!

Die anderen wissen aber auch nichts, das sagen die aber nicht. Oder wissen die mehr als ich … hmmm ich weiß nicht …

Vielleicht hatte Sokrates doch recht … und das war früher, so vor 2500 Jahren und früher war ja alles so unsicher und heute … ich weiß auch nicht.

Also mit Risiken, da kann man ja noch umgehen, aber mit Unsicherheit …

Die Risikoanalyse zur „Pandemie durch Virus Modi-SARS“ der Bundesregierung aus dem Jahre 2012 ist ja in diesem Zusammenhang auch interessant.

Was ist denn ein Risiko?

Nach Wikipedia → Risiko wird im Allgemeinen als Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit eines unerwünschten Ereignisses und Schadensschwere bei einem etwaigen Eintritt des Ereignisses angesehen. Eine oft übliche Vereinfachung ist es, das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere als Risiko zu bezeichnen. Dies ist dann angemessen, wenn dieses Produkt wohldefiniert ist und wenn das Ereignis so oft eintritt oder eintreten kann, dass der Übergang zu dem durch dieses Produkt beschriebenen Erwartungswert sinnvoll ist. Das Risiko wird in diesem Fall in der Einheit der Zielgröße bewertet.

Jetzt hammer’s … Sie konnten folgen … Super!

Das Ganze sollte wohldefiniert sein, bedeutet genau bestimmt, d.h. alle Einflussgrößen sind bekannt.

Sind die Einflussgrößen nicht bekannt, haben wir Unsicherheit. Eine Unsicherheitsanalyse zur „Pandemie durch Virus Modi-SARS“, klingt nicht besonders gut und wer will schon als unsicher gelten und das auch noch analysieren lassen … also ich weiß nicht …

Zur Unsicherheit kommt dann auch noch die Ungewissheit … Sie sehen schon, das macht sicher. Sicherheit ist quasi das Gegenteil von Risiko aber nicht das Gegenteil von Unsicherheit … das ist Vertrauen, von dem Lenin sagte, dass Kontrolle besser sein.

Der Klügere, also Wissende, soll ja immer nachgeben. Liegt es vielleicht daran, dass es möglich ist, dass die Dummen das Sagen haben?

Ich weiß es nicht … hatte ich das schon gesagt?

Als ich noch viel unterwegs war, mit der Bahn, also dieser Institution, in der man genau wie auf See in Gottes Hand ist, hatte ich immer wieder interessante Gespräche. Besonders zu den Zeiten, in denen Gottes Hand in Form von Verspätungen wegen Verzögerungen im Betriebsablauf zu spüren war. Für die Autofahrer übersetzt: Verspätung wegen Verspätung.

Also zu diesen Zeiten trug es sich zu, dass ich mit anderen Verspäteten(innen) ins Gespräch kam. Thema: Verspätung, was sonst?

Solche Zeiträume kann man damit ausfüllen, über Dinge zu sprechen, von denen beide Gesprächspartner keine Ahnung haben. Das ist meist sehr informativ, kaum wissenswert, aber sehr sozial. Sozial heißt ja gesellschaftlich. Die gesellschaftliche Bedeutung von Information ist sehr hoch, von Wissen eher niedrig. Hätten Sie das gewusst?

Wenn die Menschen nur noch über Dinge sprechen würden, von denen sie was wissen, würde ein großes Schweigen sein auf Erden … und davon wollen wir doch nichts wissen oder?

Na ja, wer weiß?!

RR

03.04.2020 - Freitag

Glaube nicht mal mehr Statistiken, die du selbst gefälscht hast!

Es geht wieder mal um den Corona-WIRRUS, und um Statistiken über Covid-19.

Da ich mich schon ziemlich lange mit Statistiken, Risikoanalysen, Bedrohungsszenarien, Ausstiegsszenarien, Auswertung von Ergebnissen und ableiten von geeigneten Maßnahmen beschäftige, möchte ich durch diesen Beitrag zur allgemeinen Verwirrung mit beitragen. Verantwortung in dieser ernsten Situation zu übernehmen ist erste Bürgerpflicht, was ich hiermit tue.

Hinweisen möchte ich aus meiner Verantwortungspflicht gegenüber meinen Mitbürgern auch darauf, dass man auch gegenüber Statistiken mindestes 1,5 Meter Abstand halten sollte, besser ist mehr. Diese Dinger sind hoch infektiös. Am Besten ist, der Begegnung mit ihnen ganz auszuweichen. Ich berufe mich dabei auf die Verlautbarung des Robert-Kocht-Studios. Diese Institution ist zu 0% unabhängig.

Ich wohne ziemlich ländlich und gehe auch mal spazieren, um mir auch mal selbst zu begegnen, natürlich mit dem gebührenden Sicherheitsabstand.

Was mir aufgefallen ist, beim Betrachten der Natur, es gibt so gar nichts, was gleich ist. Selbst zwei Grashalme, die nebeneinander wachsen, sind nicht gleich. Mein Ego ist sofort präsent mit dem Argument: du hast gelernt 1+1=2, die Natur hat versagt, spazieren gehen ist nicht gut für den Geist.

Manchmal beginne ich dann mit mir zu diskutieren. Das ist nicht zielführend, weil ich nicht zugeben kann, dass ich Unrecht habe.

Wie ist das nun mit den Statistiken?

Ganz einfach gesagt … äh … hmmmm. Einfach geht nicht. Schade!

Also, die Statistik ist, Zahlen mit Hilfe einer Methode zu vermischen, um ein Ergebnis zu erhalten, von dem viele Menschen glauben sollen, dass es stimmt, weil es wissenschaftlich ist. Etwa so, dass geglaubt werde soll, dass ein Grashalm und noch ein Grashalm zwei Grashalme sind, obwohl die beiden Grashalme ziemlich unterschiedlich (bspw. unterschiedlich lang) sind.

Um dies zu erreichen, werden die Eigenschaften, die stören (bspw. die Länge der Grashalme) nicht mit betrachtet. Das wird dann auf der Vorletzten der 27 Seiten der Dokumentation zur Statistik erklärt. Sie finden diese Erklärungen ganz leicht. Suchen Sie einfach nach Darstellungen, die aussehen wie Ornamente oder Verzierungen auf dem Dokument.

Ist alles Störende wergornamentisiert, stellt man erleichtert fest, dass 1+1 tatsächlich zwei sind.

Wer so vorgeht, kann auch eine Exponentialfunktion/-kurve tatsächlich abflachen.

Zu Statistiken gehören auch sogenannte Korrelationen. Das sind Beschreibungen von Zusammenhängen, die darauf hinweisen sollen, dass die statistisch verglichenen Daten in einem plausiblen Zusammenhang stehen. Etwa so:

Die Anzahl der Störche korreliert (steht in einem kausalen Zusammenhang) mit r (Korrelationskoeffizient) =0,62 zu den Geburtenraten in den Ländern, in denen eine unterschiedliche Anzahl von Störchen gezählt werden, r ist mit 0,62 ziemlich hoch und damit statistisch hoch signifikant.

Das heißt: Wenige Störche, wenige Geburten, viele Störche viele Geburten.

http://www3.math.uni-paderborn.de/~agbiehler/sis/sisonline/struktur/jahrgang21-2001/heft2/Langfassungen/2001-2_Matth.pdf

So kann eine Statistik auf der Basis von Korrelationsberechnungen den Zusammenhang von zufälligen Alkoholvergiftungen und dem Preisanstieg von Uran begründen.

Wenn der Preis von Kartoffelchips steigt, fallen mehr Menschen aus ihren Rollstühlen.

Und jeder weiß doch, dass man bei Gewitter nicht betrunken draußen rumlaufen soll, man kann ganz schnell vom Blitz getroffen werden. Hier ist die Korrelation besonders hoch.

Wer in Texas verheiratet ist, sollte ganz genau hinsehen, wie sich die Anzahl der Rechtsanwälte in den Northern Mariana Islands ändert.

https://rp-online.de/panorama/wissen/lustige-scheinkorrelationen_bid-19620739#1

Dieses Phänomen ist so alt wie die Statistik und heißt „Scheinkorrelation“.

Es ist demnach fundamental, auf welcher Grundlage Daten in Form von Zahlen erhoben werden. Es besteht auch die Möglichkeit Daten zu erheben, die nicht durch Zahlen darstellbar sind (dies nur am Rande).

Das Schöne bei Daten, die auf der Grundlage von Zahlen erhoben werden ist, dass man diese Zahlen dann schön miteinander nach einer „wissenschaftlichen“ Methode vermischen kann.

Beispiel:

1= sehr hoch

2= hoch

3= mittel

4= niedrig

5=vernachlässigbar

Der Durchschnitt ist 3,2  was wird damit ausgesagt? Irgendwo zwischen mittel und niedrig.

Wenn wir dann noch die Wurzel daraus ziehen, wegen einer quadratischen Verteilung, um den Ausgangswert dieser Verteilung zu ermitteln (Wer kann hier noch folgen? … Super?), dann haben wir das Ergebnis 1,78. Jetzt sind wir am Ziel … na ja, fast, die Standardabweichung und die Varianz sind auch noch wichtig, um die Ausreißer einordnen zu können.

Ach ja, die Randbedingungen, die auch noch … die stehen in den Ornamenten.

Und dann weiß man was man hat.

Guten Abend!

RR