Kolumne

Qualitätscheck für Remote Viewing-Anbieter
von Marco Kutzsch

Es ist nicht zu leugnen, dass das Internet heute das primäre Informationsmedium ist. Gibt man in Suchmaschinen wie z.B. Google den Begriff „Remote Viewing“ ein, wird eine stetig wachsende Anzahl an Webseiten angezeigt.
Für den interessierten Laien, der noch keinen Einblick in Remote Viewing bekommen hat, ist es ausgesprochen schwer, die Qualität und Seriosität der Seiten zu beurteilen.
Es fehlt an Kriterien, denn woher sollte der Interessierte wissen, ob etwas, das im Netz mit RV bezeichnet wird, auch tatsächlich Remote Viewing ist?
Meine Recherchen dazu ergaben ein absolut abenteuerliches Bild! Mittlerweile heißt alles, was in irgendeiner Hinsicht „übersinnlich“ ist, Remote Viewing. Und es ist kommerziell interessant geworden, sodass man sogar verschiedene „Geschäftsideen“ beachten muss.
Deshalb möchte ich dem Informationssuchenden hier ein paar Hilfsmittel aus meiner Erfahrung zu bedenken geben.

Weiterlesen: Qualitätscheck für Remote Viewing-Anbieter

Zertifizierung von Remote Viewern notwendig?

Von Christan Rotz

Die erste Frage ist: Wofür ist ein Zertifikat beim Remote Viewing notwendig?
Wir leben in einer Zeit, in der man für alles eine Ausbildung braucht. In den meisten Berufen muss man sich eine Sache drei Jahre anschauen, bevor man sagen kann, dass man eine Ausbildung hat.
Ohne Ausbildung darf man diesen Beruf normal nicht nachgehen. Das hat mein Verständnis, wenn es dabei um Menschenleben gehen kann. Meinen Herd in der Küche lasse ich auch nur von einem ausgebildeten Elektriker anschließen. Warum? Wenn es bei mir in der Küche wegen des Ofens zu einem Feuer kommt und ich den Ofen selbst angeschlossen hätte und das noch ohne Ausbildung, würde sicher keine Versicherung den Schaden ersetzen.

Ich sehe eine Ausbildung zum Remote Viewer nicht als schlecht an. Ich halte es allerdings nicht für notwendig, Ausgebildeten ein Etikett zu geben mit dem der Ausgebildete Remote Viewer sich dann etwas einbildet. Ein Schulzeugnis sagt nichts über einen Schüler aus, dies sollten die meisten bereits wissen. Was ich für Sinnvoller halte wäre ein Siegel welches für Seriosität steht.

Welcher Anbieter ist aber seriös? Das ist eine der ersten Fragen, wenn man beginnt, sich mit Remote Viewing zu beschäftigen.
Die nächste Frage wäre, wer darf so ein Siegel überhaupt vergeben?

Antworten an die Redaktion durchaus erbeten … Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

RV ist jetzt Volksgut

„Remote Viewing ist, wenn man sagen kann, was für ein Bild in einem geschlossenen Umschlag steckt! Ist ganz einfach, kann jeder!“
Endlich ist Remote Viewing in weiten Kreisen der Bevölkerung angekommen. Es hat auch lange genug gedauert von dem Zeitpunkt an, als die Methode öffentlich wurde bis jetzt, wo jeder, der in der medialen Szene etwas auf sich hält, selbstverständlich auch Remote Viewing anbietet. Und es jeder Internetbenutzer durch  Ansehen von ein paar Videos lernen kann.
Wenn man allerdings nachfragt, wie man Remote Viewing praktiziert, gehen die Meinungen auseinander. „Man setzt sich hin und schreibt einfach alles auf, was einem durch den Kopf geht!“ ist der eine Pol der möglichen Ansichten. Andere behaupten, man müsse sich in einem abgedunkelten Zimmer bequem hinlegen und den Geist ungebändigt reisen lassen.
Tatsächlich, das ist ganz einfach. Warum machen sich dann manche dieser „Remote Viewer“ so wichtig?
Abgesehen davon, dass für viele Leute alles, was über fünf Minuten Konzentration erfordert, schon unzumutbare Arbeit darstellt, ist schon die Aussicht, man müsse tatsächlich längere Zeit etwas lernen, kein diskutabler Aspekt. Kann man in wenigen Zeilen erklären, welche neuen Universen sich auftun, hat man sich intensiver mit der Anwendung befasst? Dass es von persönlicher Lebens-, Erfolgs- und Gesundheitsberatung über neue Entwicklungen in allen Wissenschaften bis hin zur Erkundung ferner Sterne einen dicken Katalog von Themen gibt, der ein tiefgreifendes methodisches Wissen und eine Menge an Forschung verlangt?
Ein Bildchen beschreiben, das ist Stufe eins bis drei, wenn überhaupt.
Diesem Remote Viewing-Ablauf kann man aber ohne Mühe mindestens drei weitere Stufen hinzufügen. Und da wird es eigentlich erst interessant. Das muss jetzt auch noch „im Volk“ ankommen. Ob das klappt? Für viele ist ja Autofahren auch nur das Brötchenholen im Sitzen.

Medium zum Kennenlernen

Marshall McLuhanMarshall McLuhan, der Philosoph des elektronischen Zeitalters, wäre am 21. Juli 2011 100 Jahre alt geworden. Bedeutungsvoll für unsere Betrachtung würde der kanadische Philosoph als Kommunikationstheoretiker. „Das Medium ist die Botschaft“ wird als sein zentraler Satz überliefert. Was bedeutet das für den Alltag? wird man sich vielleicht fragen. Eine ganze Menge, kann man antworten. Zum Beispiel, dass die Verpackung die Wertschätzung des Inhaltes beeinflusst. Gut, das hätten wir vielleicht gewusst. Anderes Beispiel: Fernsehen und Kino. Warum ist Fernsehen so attraktiv? Weil es so unvollständig ist. Man muss seine Aufmerksamkeit zentrieren und bindet damit einiges an kognitiven Ressourven. So wird Fernsehen zum Beispiel „wahrer“ als ein Film im Kino, der „nur“ Film ist.

Jedes Medium, so dozierte McLuhan, ist die Ausdehnung eines Sinnesorgans und damit wird auch das Denken verändert.

Die Verlängerung der Augen sei das Buch, so der Philosoph, der elektrische Schaltkreis verlängert das Nervensystem und die Kleidung die Haut. Haben wir Bücher, suchen wir die Informationen nicht mehr in der Weite der Prärie, sondern zwischen Papierblättern, und mit einer schicken Kleidung können wir körperliche Unproportioniertheiten leicht verbergen. Natürlich wird in den letzten Jahren immer mehr darüber spekuliert, was sich bei der Wahrnehmung von Inhalten durch die Benutzung von Internet und Handy ändert. Werden sie wahrer, intensiver?

Weiterlesen: Marshall McLuhan