Kolumne

UeberrolltMan muss ja Konzepte immer mal wieder überprüfen. Besonders gesellschaftliche. Anlässlich des 50. Geburtstags der Sesamstraße zum Beispiel, ob man Kindern die Welt erklären soll. Ich habe nämlich Kinder und bin da in tiefe Zweifel gerutscht.

Ist es wirklich klug von Kindern, wieso, weshalb und warum zu fragen? Und ist es gut, wenn man einfache Antworten gibt?

Zum Beispiel auf die Frage: „Was ist Integration?“

„Nun, das ist zunächst mal eine sehr gute Sache. Es bedeutet, dass man etwas zusammenführen will. Ihr kennt ja die Inklusionsklassen, wo unterschiedlich geartete Kinder zusammengeführt werden.“

„Ja, das sind die Klassen, wo es dauernd Zoff gibt. Wo immer welche verprügelt werden, es furchtbar laut ist und einige nichts verstehen.“

„Richtig. Und nun hat man sich gedacht, wenn man so etwas macht, kann man die Schulzeit verkürzen. Kennt ihr doch. Von G9 auf G8.“

„Klappt aber nicht. In der Nachbarklasse ist immer Terror und die Lehrerin ist schon mal heulend rausgerannt!“

Weiterlesen: Salafisten in der Sesamstraße

raum&zeit-Kolumne von Manfred Jelinski

Ich habe mich hier schon mal als Merkel-Fan geoutet. Nun, vielleicht nicht als Fan, eher als Versteher. Nach den Erkenntnissen aus unserem Politik-Remote-Viewing-Projekt mussten wir feststellen, dass die Merkel-Zeit zwar etwas bleiern war, zum Beispiel, was die Reaktion auf technische Entwicklungen anging, mit ihrer Person aber noch menschliche Züge erkennbar waren. Abwarten kann auch richtig sein, wie man an vielen täglichen innenpolitischen Hahnenkämpfen sieht, die morgen schon obsolet sind. Und sich andererseits die Frage erhebt, wer hätte es im Ganzen besser gemacht? Kein Chaos generiert?
Und damit sind wir in der Gegenwart angelangt. Nun hat sie selbst und offiziell ihre Nachfolge angestoßen. Und damit eine Diskussion ausgelöst, die einem besorgten Betrachter einen kalten Schauder über den Rücken jagt.
Wen möchten Sie als nächsten Kanzler? Und mit der Beantwortunmg der Frage müssen wir uns beeilen, denn verschiedene Sessions besagen, dass sie vor Ablauf ihrer Amtszeit ausscheiden wird.
Man könnte sagen, streitlustige Politiker zeigen wenigstens Energie – Durchsetzungsenergie zum Beispiel. Nun hat man bei den Partnern der Merkel-Allianz aber gespürt, dass diese Energie lediglich für die eigene Karriere benutzt wurde. Man muss sich natürlich fragen, wie das dann als Merkel-Nachfolger aussehen
würde.
Ich dachte ja erst an Frau Kramp-Karrenbauer als diskreteste Fortsetzung. Aber dann überraschte mich mein 15-jähriger Sohn mit der Frage: „Wie, meinst du, würde Trump diesen Namen aussprechen?“
Uh, dachte ich, das wäre tatsächlich eine weitere Belastung der transatlantischen Freundschaft.
Wäre da nicht der Herr Merz besser? Da weiß man wenigstens, dass die Amis seine Bemühungen, unsere Steuergelder in amerikanische, global agierende Interventionsanleger fließen zu lassen, mindestens in den USA mit Wohlgefallen zur Kenntnis genommen wird. Vielleicht müssen wir 2021 nach der nächsten Blase auch Black Rock „retten“, weil diese Firma zu groß ist?
Auch Jens Spahn würde gut passen, wenn er durchsetzt, dass die Deutschen generell zu Organlieferanten werden. Wer könnte schon einem größeren Anwaltsbüro widersprechen, dass der Herzstillstand der Tod war? Oder feststellen lassen, dass überhaupt ein Herzstillstand stattgefunden hat? Nach den Bemühungen eines Krankenpflegers aus Delmenhorst weiß man, dass alles möglich ist.
Und schauen wir doch mal über die Parteigrenze der CDU hinaus. Diese Bewerber sind ja zurzeit nur sehr innenpolitisch unterwegs.
Aber wie!
Andrea Nahles und Seehofer zeigen sich in der Persönlichkeitsanalyse derart von ihrem Ego getrieben, dass man politische Inhalte hier getrost als zweitrangig betrachten dürfte.
Ja, nehmen wir mal bezahlbares Wohnen, irgendwie. Irgendwie? Irgendwie wichtig um in der Aufmerksamkeit zu bleiben. Bewegen tut sich da trotz spezieller Finanzspritzen nichts. Außer, dass Baupreise und Grundstückswerte schon mal anstiegen. Allen gemein ist eine Sprache, die an Manager-Aktienanalysten-Moderatorendeutsch erinnert.
Und die kleineren Parteien, die langsam die größeren werden? Hier schauen sich die Hauptdarsteller natürlich auch nach eigenen Pfründen um. Allen voran die AFD, wenn man nach Stimmengewinnen urteilt.
Gut, nehmen wir mal an, die machen eine Regierung und schicken alle Migranten nach Hause. Alle. Kann man mal als Gedankenspiel durchführen.
Dann müssen aber alle smartphone-verseuchten Jugendlichen ins Lebensvorbereitungscamp, möglichst als Arbeits-Zeltlager. Und die Frauen kriegen wieder das Mutterkreuz verordnet. Ob das die Betreuungsdefizite aufarbeitet? Oder die Paketdienste rettet?
Ist die Rente dann sicher? Interessante offene Fragen.
Und die Grünen? Unser norddeutscher Shootingstar Habeck hat es auch schon erkannt: Eine völlig grüne Republik ist nicht möglich.
Auch nicht mit viel Betroffenheitskundgebungen. Und wie will man mit den Ego-Shootern der wirtschaftstragenden Industrie umgehen? Und wie den in der Herstellung der Technik völlig unökologischen Wind-, Sonnen- und Batteriestrom als Umwelt rettend belegen?
Mindestens haben beide von Trump gelernt. Direkte Sprache, einfache Worte. Syntax der Grundschule. Da versteht man wenigsten, was die wollen. Das können wir vielleicht als Plus in der Transatlantischen Freundschaft verbuchen.
Und die anderen? Nicht ohne Grund sind FDP und die Linke in ihrer Wählergunst begrenzt. Nicht alle interessieren sich für Bet and win mit Aktienpaketen und Aufkündigung von festen Arbeitsverträgen. Oder, andersherum, kann ein soziales Bondage-System, was vielleicht tatsächlich für alle ein Auskommen bringen könnte, für den Einzelnen, also den archaisch wie in vielen politisch konkurrierenden Vorprogrammierungen vorab festgezurrten Normalbürger, glücklich sein?
Da wünscht man sich fast schon Schulz zurück, der Menschliche, der sogar Sympathien eingefahren hat. Der aber eigentlich lieber mit dem Hund allein im Wald spazieren gehen würde, statt dauernd in dieser Profilierungs-Maschine eingespannt zu sein. Aber an ihm zeigt sich, dass offenbar nichts anderes in Deutschland gewünscht wird.
Meine Frau hat jetzt Hühner angeschafft. Interessante Parallelen zur Politik. Hahnenkämpfe sorgen nur für die Rangordnung. Für das Leben selbst sind die fleißigen Hühner zuständig. Wir werden sehen, wie das wird, und zwar bald, weil Angela Merkel wahrscheinlich nicht ihre Dienstzeit bis zum Ende durchziehen wird. Und die nächste Wirtschaftskrise 2021 bevorsteht. Just in time, sozusagen.

 

Gerade zu Weihnachten:
                                  Wohin geht die Reise?

von Manfred Jelinski (Ja, ich weiß, ein politischer Artikel. Aber irgendwann muss man auch diesen schreiben. Warum nicht jetzt?)

In den vergangenen Jahrzehnten habe ich viele Sessions gehabt, in denen es um Politik und bestimmte Ereignisse ging; auch von vielen anderen, irgendwo verstreuten Remote Viewern hörte ich ganz Ähnliches. Sie berichteten durchweg von der Korrumpierbarkeit der Spitzenpolitiker überall auf der Welt. Und den Anstrengungen, das zu vertuschen. Über Verbindungen von industriellen Kreisen mit Regierungsoberhäuptern. Die ganze Welt sei eine Bananenrepublik, hieß es, und wir seien mitten drin.
Auch bei uns werden Milliardensummen verschoben, für das Volk sinnlos ausgegeben, zum Wohle weniger. Ganz offiziell. Erinnern Sie sich noch an das Drohnenprojekt der Bundeswehr? Viele andere Projekte führte und führt man noch immer weiter, man kennt die „Baustellen“, die immer weiter ins Geld gehen und wenigen nutzen.
Das einzig Witzige daran ist, dass man nun eine neue Vertuschungstaktik entwickelt hat, die allen Verschwörungstheoretikern das Herz höher schlagen lässt. Das wirklich Neue ist, dass man einen gesellschaftlichen Aspekt gefunden hat, mit dem man jeden in der Bevölkerung gefügig machen kann, und wenn ich jeden sagen, dann meine ich: JEDEN.
Das Volk zu beschäftigen, war schon zu Cäsars Zeiten probat. Vielleicht hat man schon damals das gleiche Thema benutzt, ja ich bin da ganz sicher. Zuwanderung. Fremde. Das archaische Gefühl, die eigene Sippe schützen zu müssen. Damit trifft man alle. Und dann sind sie beschäftigt. Mit Reden und gegenseitigen Vorwürfen. Das Internet macht’s möglich: Wer eben noch mein „Freund“ war, ist plötzlich mein erbitterter, gern auch unflätiger, ausfallender Feind, weil man aufgrund einiger Worte hier eine andere Position zu erkennen glaubt.
Wunderbar! Dann redet man wenigstens nicht über die wirklich wichtigen Dinge.

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Schluss mit der Wissenschaft!

Wo leben wir eigentlich? Im 21. Jahrhundert? Quatsch. Wir sind gerade auf dem Weg ins Mittelalter, jedenfalls wenn man die Machart der „öffentlichen Meinung“ untersucht.
Tom Perrottas Roman „Die Verlassenen“ kommt nun als Fernsehserie zu uns. Worum geht es darin?
Jeden Tag verschwinden auf der Welt Leute auf unerklärliche Weise. Es gibt kein nachweisbares Verbrechen. Eben saßen sie noch auf der Couch, beim nächsten Mal hinsehen sind sie weg. Das ist keine Fantasy.

Was macht die Serie daraus?

„Doch das ist das eigentliche Wunder dieses Romans: Was seine größte Schwäche hätte sein können, ist tatsächlich seine größte Stärke. Denn genauso wie die Zurückgebliebenen lernen müssen, das Unerklärliche als solches hinzunehmen, geht es auch dem Leser. Und dann, nach zwei Kapiteln oder auch drei, vergisst man sich wirklich zu fragen, wohin Jen und die anderen gegangen sind, und beginnt sich stattdessen zu fragen, ob die Witwe Nora wirklich schon wieder bereit ist, auf diese Tanzveranstaltung zu gehen, … Das klingt zuerst nach einem großen Ärgernis, einem nicht-eingelösten Versprechen, denn natürlich möchte man wissen, was nun eigentlich passiert ist. Ebenso dringend wollen es die Zurückgebliebenen wissen, weswegen sie sich seltsamen Sekten anschließen und noch seltsamere Theorien entwickeln.Das Verschwinden all dieser Menschen ist tatsächlich so unbegreiflich und plötzlich und unerklärlich wie sich jeder Todesfall für die Hinterbliebenen immer anfühlen wird.“

(Zitat: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/the-leftovers-romanvorlage-die-verlassenen-von-tom-perrotta-a-998428.html)

Aha, denke ich, da hätte man doch jede x-beliebige Ursache nehmen können, Unfälle, Kriegsgeschehen, junge Leute, die zum Dschijhad ausreißen oder Hundertjährige, die aus dem Fenster klettern. Wenn es wieder nur um die Bewältigung zwischenmenschlicher Beziehungen gehen soll, kann man doch jede Nachmittagssoap einschalten!
Dabei gäbe es aus heutiger Sicht der Wissenschaft durchaus mehr zu diesem Effekt zu sagen, als „einfach das Übernatürliche zu akzeptieren“! Hatte ich die moderne Zeit und ihre Verkünder nicht so verstanden, dass es nicht Übernatürliches gibt, dass man alles wissenschaftlich erklären könnte?

OK, hier ist so ein Fall. Der Effekt ist nachweisbar, na los! Erklärt es!

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Edward Snowden für alles oder: Wie die lieben Geheimdienste den Weltuntergang verhindern.

Neue schlimme Meldungen geistern durch die informierte Netzwelt. Im September gibt es zwei bedeutende Ereignisse:

1. Die Welt geht unter, 2. der Dritte Weltkrieg bricht aus.

Und alles soll von dem derzeit bekanntesten Whistleblower Edward Snowden „revealed“ worden sein. Es hätte in geheimen Dokumenten der … (na, Sie wissen schon!) gestanden und, als hätte man es erwartet, REMOTE VIEWER hätten das herausgefunden. Und weil ja bekannterweise Remote Viewer immer Recht hätten, sonst hätte es ja auch das bekanntlich so überaus erfolgreiche Projekt Stargate nicht gegeben, müsse das auch so sein.
Als deutscher Remote Viewer macht man sich da so seine Gedanken. Was bedeutet diese Verlautbarung?
Als erstes denkt man: Hätte nicht ein Ereignis in diesem Umfang auch gereicht? Warum noch Weltkrieg, wenn die Welt sowieso untergeht? Umgekehrt natürlich gewinnt es eine gewisse Logik.
Schaut man sich jedoch an, WARUM die Welt untergehen soll, stößt man plötzlich auf die altbekannte Version von Ed Dames, Sonnenstürme würden die Erde verbrennen. Jedes Jahr seit 1997 kündigt der ehemalige amerikanische Remote Viewer an, dass dieses Ereignis nun diesmal bestimmt eintreten werde. Manchmal mehrfach im Jahr, jedenfalls seit 2011. Das sind nun 16 Jahre Untergangs-Dauerbeschuss. Manchmal wünscht man ihm, dass er nun doch endlich Recht haben möge, damit dieses ständige Orakeln aufhören möge.
Ab er nun haben diese Voraussagen enorm an Bedeutung gewonnen. Snowden habe es revealed! Und der habe ja schon so vieles Richtige ans Licht gebracht!
Nun, ich halte es durchaus für möglich, dass es Akten bei einem oder mehreren amerikanischen Geheimdiensten gibt, in denen solche Dinge vermerkt sind.

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