letztes Update: 02.01.2021

 


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Remote Viewing News
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Die hier präsentierten Fakten sind das Ergebnis einer Anwendung von Remote Viewing, einer Recherche-Methode, die in den letzten 50 Jahren am Stanford Research Institute in Kalifornien entwickelt und von der US-amerikanischen Regierung über 24 Jahre hinweg finanziert wurde.

Die Diskussion der gewonnenen Daten ist rein wissenschaftlich zu verstehen. Bitte sichern Sie interessante Daten. Wie schon in der Vergangenheit und von vielen großen Firmen bekannt, könnte auch diese Seite von digitalen Angreifern gehackt werden und verschwinden.

Das verschwundene Portemonnaie

von Jana R.

Jana Geldbeutel3Wenn Bekannte fragen, was man denn mit diesem Remote Viewing eigentlich so anfangen könne, kommen bei den meisten von uns die gleichen Themen auf den Tisch. Um die Sache mit den timelines, die Zukunft oder die Wahrscheinlichkeiten druckst man erstmal ein bisschen herum. Handfeste Sachen zuerst. Man kann ja zum Beispiel vermisste Sachen finden, steht bei vielen gleich oben auf der Liste der Beispielanwendungen. Wahrscheinlich hat jeder von uns schon mal seinen Schlüssel, das Handy oder das verlegte Netzteil gesucht. Aufträge für andere dagegen sind ein spezieller Nervenkitzel, denn hier geht es um einen „Beweis“ unter den Augen anderer Leute, zumeist kritischer. Aber neugierig ist man ja auch selbst, was so geht mit der Methode. Und so begab es sich eines Tages Ende September 2020. Hypo war an diesem Abend auf seinem regelmäßigen Weg in eine Kampfkunstschule in Berlin. Es war gegen 20 Uhr, schon nicht mehr richtig hell. Der Übungsraum befindet sich in einem Hinterhof-Bau. Schon unten im Innenhof begegnete er dem Kämpfer S., der dort relativ aufgeregt mit einer Taschenlampe durch die Ecken irrlichterte. S. war auf der Suche nach seinem Geldbeutel, den er auf dem Weg in die Sportschule das letzte Mal gesehen hatte. Er hatte das Portemonnaie noch in der Tasche, als er sich umzog. Der Verdacht, dass er bestohlen wurde, lag leider nicht fern, da die Räume auch für eine Reihe Jugendlicher, die in den Nachbarräumen Taek-Won-Do lernen, zugänglich sind und die Gegend insgesamt eher in Richtung eines sozialen Brennpunktes tendiert.

Während S. von seinem Problem berichtete, hatte Hypo schon angebissen: Ein Real-Life-operatives Target! Sofort telefonierte er mit einer RV-Bekannten, und beide versuchten, spontan und „Free-style“ ein Ergebnis vor Ort zu bekommen. Zwar gelang es der Viewerin, die Umgebung vor Ort und später auch den Ort, wo der Geldbeutel normalerweise zu Hause bei S. liegt, genau zu beschreiben – da hat dieser zum ersten Mal echt gestaunt –, aber das Corpus Delicti blieb leider verschwunden. Zwei Tage später landete das Problem in einer Skype-Session auf meinem Tisch als Viewerin. Da das die erste Session war, die Hypo mit mir als Monitor machte, war ich entsprechend nervös und wollte natürlich gute Ergebnisse bringen. AUL-Drives kann man da nicht brauchen. Schon gar nicht, wenn man schon in Stufe 1 auf Eindrücken wie „Geldmünzen“, „kleine Scheiben“ und „schwarz mit Prägung“ herumreitet. Außerdem fand ich ein EI, dazu eine Gruppe weiterer Personen und ein Ereignis. Weitere prägnante Eindrücke aus Stufe 1 und 2 waren zum Beispiel „wie poliert“, „Gravur“, „städtische Umgebungsgeräusche“, „silber, gold, bildliches, stapelbar“ und „metallisch“, sowie ein Ding wie „dunkelgrün, weich, kann man was reinstecken“.  In Stufe 3 kam dann eine Häuserfront mit einer Treppe davor. Drin im Haus war das Haupt-EI (später P1), draußen davor eine kleine Gruppe weiterer. Neben [P1] lokalisierte ich [X], den Geldbeutel. Hypo sagt, er hat in der Session gedacht, ich zeichne die Sportschule und vielleicht den Moment, wo das Ereig-nis stattfindet.

— A-Team: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ —

Aus heutiger Sicht meint er, die Zeichnung könnte vielleicht eher das Wohnhaus des Jugendlichen darstellen, der zum Zeitpunkt der Session tatsächlich im Besitz des Geldbeutels war, wie sich später auch herausstellte. Aber egal – Monitor freut sich, dass Viewer on target ist. Und Viewer denkt, er erzählt völligen Unsinn. In Stufe 4 erschien auf dem Schirm eine „kleinteilige Beschäftigung“, die dann dazu überleitete, uns näher mit [P1] zu beschäftigen. Beim Tasking war [P1] bereits vorcodiert als „momentaner Besitzer des Geldbeutels“. Dazu sollte ich zunächst eine Personenwahrnehmung machen. Das Ergebnis hierzu war allerdings nicht wirklich passend, die Person zu alt. Ansonsten können wir natürlich aus heutiger Sicht nicht verifizieren, wie der Jugendliche, der unser „X“ letztlich zu dem Zeitpunkt zu Hause versteckt hielt, genau aussah, und ob die restlichen optischen Marker passen. Oder ob die Formulierung „Besitzer“ im Tasking vielleicht nicht eindeutig ist. Ist ein Dieb im Zweifelsfall ein rechtmäßiger Besitzer? Oder zählt eher die Intention des Taskers bei der Verwendung des Begriffs, der damit nur den Aufenthaltsort meinte? Hypo erdete die Situation, indem er ein paar komplett codierte Ja-/Nein-Abfragen einstreute.

Gehört P1 zu Z? Ist P1 = EI1? Ist X in Y abhanden gekommen?

 Für mich als Viewer sind solche Fragen mittlerweile gar nicht mehr unangenehm, denn sie helfen gut dabei, zwischendurch das „Hirn freizupusten“. Mein AI lautete entsprechend dann: „Nett hier“.

Frisch mental genullt ging es dann zum Mapping. Auf der Karte waren [X] und [P1] immer noch beieinander,  und lokalisiert am Stadtrand von Berlin. Direkt darunter begann ich dann, ein vermeintliches AUL zu zeichnen: „Hat hier jemand sein Portemonnaie verloren?“ Vor meinem geistigen Auge sah ich ein Lederportemonnaie in einem Schubfach oder einem Kasten, bedeckt von irgend etwas Flachem. Ich glaube, Hypo konnte in dem Moment nicht so cool bleiben, wie er wollte. Aber die Reaktion habe ich natürlich trotzdem missinterpretiert als Amüsement über meine Verirrungen. Aber zumindest fand ich es immer noch interessant. Und er mittlerweile natürlich auch.Dann ging es an eine timeline. Zwischen den Zeitpunkten T1 und T2 (am Abend des Verschwindens jeweils 17:00 und 23:59 Uhr) sollte ich herausfinden, ob und wann sich X bewegt hat. Zwei Ereignisse hatten wir auf dem Schirm: Kurz nach Eintreffen von S. vor Ort „unabsichtlich aus den Augen verloren, allein geblieben, liegengeblieben“ und später dann „wie durchgeschüttelt werden, wird von außen bewegt, wird nicht direkt angefasst“. Das stimmt erstmal gut mit der Situation überein. S. hat den Geldbeutel im Umkleideraum liegenlassen, also tatsächlich aus dem Blick verloren.1  Und der Dieb wird es dann vermutlich in einer Tasche und nicht offen fortgetragen haben. Das brachte Hypo auf die spontane Idee, X (also den Geldbeutel) direkt zu fragen. Im Interview gestand dieser uns dann, dass es sich im Moment recht gemütlich, aber doch einsam fühle. Auf die Frage „Bist du immernoch in Y?“ kam die Antwort „Nein, Ortswechsel, nicht weit weg davon.“ – Tja. Was ist „nicht weit“ aus der Sicht eines Geldbeutels? Jana Geldbeutel4Wenige Meter, oder doch einfach nur in derselben Stadt? Die wesentliche Aktion folgte am Ende durch ein Interview mit P1, unserer eigentlichen Zielperson. Das Interview gebe ich hier mal in ungekürzter Fassung wieder:

Frage:  Hallo.

P1:  Du schon wieder.

Frage:  Warum hast du X (Geldbeutel) aus Y   (Kampfkunstschule) entfernt?

P1:  (Eindruck des Viewers: will es erst abstreiten)  Das ist besser, wenn es (?) nicht hat.   (Ein Name, den ich nicht verstanden habe)

Frage:  Wärst du bereit, X an Y zu geben, ohne dabei   deinen eigenen Namen zu nennen?

P1:  Es war kein Fehler.  Zurückgeben torpediert Intention.

Frage:  Beschreibe dich selbst.

P1:  eher jung (Viewer interpretiert: Ende 20), clever, unsicher, fühle mich klein.

Frage:  Kommst du wieder zu Y?

P1:  regelmäßig.

Frage:  Wann bist du das nächste Mal da?

P1: beim übernächsten Termin (einmal aussetzen)

— Die Session hatten wir am Mittwoch. 

Trainings termine waren jeweils Montag, 

Mittwoch und Freitag. Hypo war damit klar, dass 

unser „P1“ am Mittwochabend nicht erscheinen  würde, sondern erst beim nächsten Termin am   Freitag.

Frage:  Unser Vorschlag: Du wirst X mitnehmen und in Y abgeben und dich entschuldigen.

P1:  Dann kennt man mich doch?  Warum sollte ich?

Frage:  Wissen deine Eltern davon?

P1:  Nein, die wissen wenig.

Frage:  Wo hast du X hingetan, wo ist X gerade?

P1:  Außerhalb des Gebäudes, nicht weit weg. Ich kontrolliere es regelmäßig.

Frage:  Denke darüber nach, welche Konsequenzen es  hat. Vielleicht doch anonym abgeben? Du legst X auf Y an der Treppe ab.

P1:  Wann?

Frage:  Dann, wenn du kommst. Ansonsten: X in Y ablegen, irgendwo,  wo es gefunden werden kann. Geld kannst du behalten. Lass die Karten drin.

— und ab diesem Moment habe ich begriffen, dass ich nicht falsch lag mit dem AUL „Portemonnaie“ ;-)

P1:  (denkt darüber nach)

Frage:  Ja, das solltest du, ansonsten wird es sehr 

anstrengend. Bringe den Mut auf, es zu bereinigen. Da passiert nichts böses.

P1:  Ehrenwort?

Frage:  Ehrenwort! Du hast unser Wort.

[Ende der Session]

Epilog: Am Freitag bekam Hypo von S. eine Nachricht: „Das Portemonnaie ist aufgetaucht! Es wird am Freitag in der Kampfkunstschule abgegeben.“ Im Endeffekt war es dann Samstag statt Freitag, als die Mutter eines der Schüler die Verfehlung ihres halbwüchsigen Sohnes anonym wieder bereinigte und den Geldbeutel mitsamt Inhalt am Kiosk im Hof ablieferte. Was genau in der Zwischenzeit passiert war, wird uns leider verborgen bleiben. War das ein kleiner RI-Erfolg? Oder hat die Rückgabe rein gar nichts mit unserer Session zu tun und wir bilden uns nur etwas ein auf unsere tollen Erfolge? S. jedenfalls meint, Hypo sei „von einem anderen Planeten“. Das kann man vielleicht als Schlusswort so stehen lassen.

Verwendete Codierungen

X = Geldbeutel

Y = Kampfkunstschule

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