Forschung und Praxis

Nessi - Eine Sage

Wer kennt sie nicht: Die Sage um Nessi – dem Monster von Loch Ness. Viele Geschichten ranken sich um ein Lebewesen in einem See in Schottland. Es soll dort nahe der Stadt Inverness leben und eine Größe von bis zu 20 Metern aufweisen. Schon im Jahr 565 wart das Ungeheuer angeblich gesehen und seit jeher von verschiedenen Menschen beobachtet worden.

Wir starteten mit dem RV-Netzwerk ein kleines Projekt auf Nessi, um der Sache auf den Grund zu gehen. Da wir keine Vorannahmen in die Targetformulierung bringen wollten, hielten wir diese sehr neutral. Sie lautete: Viewe das größte Lebewesen, das in den letzten 100 Jahren im schottischen See Loch Ness gelebt hat.

Drei der Sessions werden hier etwas genauer vorgestellt. Zwei unserer Viewer, die bis Stufe 4 viewen, konnten direkt im Loch Ness landen. Wiederum beide nahmen mehrere EI-Gruppen wahr. Diese „lauschten“ „beobachteten“. Viewer1 griff sich dann das größte von ihnen heraus und beschrieb es nicht größer als eine Spielzeugfigur und bekam daraufhin ein AUL „Comicfigur“. Den Eindruck brachte er aufs Papier, siehe unten.

Viewer 2 lieferte direkt in Stufe 1 einen AUL-Treffer mit „See“, konnte diesen Eindruck jedoch loswerden. In Stufe 3 wurde er recht schnell auf dem Grund des Sees geortet. Er beschrieb den Untergrund genauso treffend mit „modrig“, „geschichtet“ und „steinig“ wie auch die Umgebung darum mit „dunkel“, „glatt“ und „rauschen“, „Schallwellen“. Allerdings beschrieb der Viewer dann ein für ihn interessantes Konstrukt, welches „metallisch und braun(alt)“, „zylinderartig“ „glänzend“ und „abgeblättert“ erschien. Innen war es „hohl“. AUL/S „wie rostig“.

Tja, das sind dann die Momente, in denen ein Monitor erkennt, dass sein Interesse fürs Target so rein gar nichts mit dem Interesse des Viewers gemein hat. Aber genau für solche Situationen ist der Monitor ja (unter anderem) da: Er kann eingreifen und den Viewer führen. In dieser Session hätte der Viewer nun wahrscheinlich auf dieses „metallische“ eingerastet und am Ende hätten wir eine wunderbare Session auf eine weggeworfene Blechdose auf dem Grund des Loch Ness. Aber das wollten wir ja nicht und außerdem war es keine Solo-Session. Deshalb schauten wir weiter. Auch hier bemerkte der Viewer zwei EI-Gruppen. Auch in dieser Session „lauschten“ diese. Weiter kamen Eindrücke wie „vorsichtig“ und „neugierig“. Die spontane Bemaßung des größten von ihnen unten im Bild zeigt, dass es kleiner als der Viewer selbst zu sein scheint.

Eine weitere Session konnte bis Stufe 6 durchgeführt werden. Der Beifang hier ist wohl bei weitem interessanter, als die Fragestellung selbst :)

Anfänglich kamen Eindrücke wie „neblig“, „feucht“ „kleine Dinge unten“ und AUL/S „Steine“. Auch hier konnte der Viewer recht leicht geortet werden. Er nahm „Bewegung“, „Außen“, „Leben“ wahr. Es war „wirr“, „oben offen“, „Tiefe“. Ein EI konnte ausfindig gemacht werden und wurde in Stufe 6 dann näher untersucht. Die Beschreibung der äußeren Erscheinung war interessant, jedoch erinnert sie nicht unbedingt an ein Monster von 20 Meter Größe. Es war „durchsichtig“ hatte „Faden in sich“ und war von „geringer Intelligenz“. Die Skizze zum EI erinnert an eine Süßwasserqualle. Das ist aber reine Spekulation. Der Viewer gab, wie auch die Eindrücke der beiden Sessions weiter oben, Auskunft über die Größe dieses Eis. Es war „klein“ „um einiges kleiner als V“, „man kann es greifen“. AUL/S: „wie ein Fisch“. Endgültig verwirrend wurde es für den Viewer dann, als er die Beschreibung fortführte. Es war „formlos“ und hatte „keine Gliedmaßen“. Als Nahrung dienen „natürliche Sachen“ und reagiert auf „Gefühle aus der Umgebung“, „Umgebung ist die Nahrung“.

 

Um die Zeit noch etwas zu nutzen, entschied sich der Monitor für ein Interview mit EI1, welches nachfolgend wortgetreu niedergeschrieben wird und zeigt, dass der Beifang hoch interessant sein kann.

 

V: Hallo

EI1: Blubber vor sich hin.

V: Kannst du uns verstehen?

EI1: Schwer, aber ich versuche.

V: Bist du dir selbst bewusst?

EI1: Was ist Bewusstsein? Ich existiere, das ist meine Aufgabe.

V: Für wen oder was existierst du?

EI1: Um aufzubauen, vermehren, unbewusst Veränderung

V: Was sind die unbewussten Veränderungen?

EI1: Viele Möglichkeiten. Drehen. Kann das nicht beschreiben, nur zeigen. ((Es folgt eine Skizze)

V: Bleibt die Form, in der du steckst?

EI1: Jein. Ein Teil bleibt, ein großer Teil verändert sich, entwickelt sich, wird geteilt.

V: Wohin geht die Entwicklung?

EI1: (folgt eine Skizze) Entwickelt sich zu einer Energieform.

V: Bleibt die Energieform so bestehen?

EI1: Ja

V: Sind die Möglichkeiten für dich frei wählbar?

EI1: Eher nein. Abwarten, auf die Veränderung. Die kommt so oder so.

V: Musst du dafür etwas tun?

EI1: Leben

V: Danke

EI1: Blubbert wieder vor sich hin.

 

Die Interpretation der Kernaussage dieses Interviews möchten wir jedem Leser selbst überlassen.

Abschließend bleibt zu sagen: Wir haben Nessi nicht gefunden. Alle EIs, die im Zielgebiet vorkamen, waren kleiner als der Viewer selbst. Was wir sagen können: Es gibt Müll auf dem Grund des Sees und es gibt Lebewesen. Eins davon blubbert vor sich hin und erzählte uns aus dem Nähkästchen, dessen Inhalt es sich selbst nicht bewusst war.

Danke an die Viewer des RV-Netzwerks für die Ergebnisse und die Erlaubnis der Veröffentlichung des jeweiligen Protokolls.

M&T