Kolumne

23.03.2020 – Montag

… und ihr denkt es geht um einen Virus … (Teil1)

Bei meinen Gedanken, die eher skeptisch waren, als es um das Thema ging, eine neue Weltordnung zu etablieren, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich wohl eher um eine Art Notfallmanagement handelt, bei dem dann auch aus Situationen heraus kleine oder auch größere Fehler der agierenden Menschen gemacht werden, die dann zu entsprechenden Auswirkungen führen.

Heute soll es darum gehen, aus welchem Grunde bzw. wo eine mögliche Ursache zum aktivieren eines solchen Notfallmanagements liegen könnte.

Warum gehen Industrienationen weltweit mit ca. 1,5 Milliarden Menschen in den Notfallmodus?

Beginnen möchte ich mit meinen Ausführungen vor ca. 2500 Jahren bei einem philosophischen Streit. Die Streitenden waren Platon und Aristoteles. Noch eine kurze Bemerkung am Rande. Ich erzähle die Geschichte nur kurz und fokussiert. Die Historiker unter den geneigten Lesern sollten es mir verzeihen.

Bei dem Streit der beiden Philosophen ging es im Kern darum, wie Situationen entstehen und wie die daraus resultierenden Auswirkungen.

Platon entwickelte eine Theorie, deren Kernpunkt war und immer noch ist, dass Situationen und Auswirkungen entstehen, wenn das Gleichgewicht von Beziehungen gestört ist bzw. sich neue Beziehungen zwischen Menschen, Dingen, Sachverhalten, Erkenntnissen usw. neugestalten. Dabei geht es darum, dass es sich schon um sehr kleine Schwankungen handeln kann, die im Einzelnen kaum noch nachzuvollziehen sind und dann zu einem kleinen, größeren oder durchaus sehr intensiv spürbaren Ereignis bzw. Situation ausweiten können mit den dann daraus entstehenden Auswirkungen, die sich von der vorherigen Situation recht deutlich unterschieden können.

Aristoteles dagegen ging bei seinen Überlegungen davon aus, dass es für jede Wirkung eine ziemlich genau definierte Ursache gibt. Wer diese Ursache findet bzw. erkennt, kann die Auswirkung „berechnen“. Diese logische Beziehung kennt man unter dem Begriff WENN-DANN.

Wie der Streit ausging bzw. zu welchem Ergebnis dieser Streit führte kann jeder in seiner Umwelt/Mitwelt spüren. Wir haben die aristotelische, zweiwertige Logik, die dann zur Grundlage der Digitalisierung wurde. Es existieren nur noch die Zustände 1 oder 0 bzw. JA oder NEIN. Die Zustände dazwischen, wie ein „VIELLEICHT“ sind damit nicht darstellbar, allenfalls Pseudozustände, deren Grundlage ebenfalls die zweiwertige Logik ist.

Aber was hat das Alles mit der aktuellen Situation zu tun?

Nun, wir gehen logisch (nach aristotelischer, zweiwertiger Logik) an die Lösung des Problems. Wir suchen beispielweise den „Patenten 0“, der existiert (JA) oder nicht existiert (NEIN) oder eben eine andere Ursache. So versuchen wir durch ein Ausschlussverfahren zur Lösung zu kommen.

So versuchen wir auch alle anderen Probleme zu lösen. Problem Y existiert nur, weil es Problem X gibt und dies nur weil es die Probleme A, B und C gab.

Problemtisch ist, dass mit dieser Logik die „Wirklichkeit“, also das was in unserer Welt wirkt und miteinander in Beziehung steht nur unvollständig abbildbar ist. Je komplexer diese Wirklichkeit abgebildet wird, um so mehr Fehler beinhaltet diese Abbildung, bis hin zu einer virtuellen Wirklichkeit, die kaum noch Bezug zur natürlichen Wirklichkeit hat.

Der Witz an der Sache ist, dass die Naturgesetze dies so gar nicht interessiert, die machen einfach weiter.

Die sogenannte „nicht-aristotelische-Logik“ ist „mehrwertig“. Es gibt „Ja“, „Nein“, „vielleicht“, „möglicherweise“, „gar nicht so schlecht“, „könnte besser gehen“ usw. diese Wertigkeiten nur verständliche Beispiele.

Diese Werte in Beziehung zu setzen erhöht die Komplexität eines Modells exponentiell.    

In der historischen Zeit, in der die beiden Philosophen lebten, war das aristotelische Modell, weil es sehr einfach ist, für den sofortigen Gebrauch sehr gut geeignet und setzte sich durch.

Aber zurück zum Thema.

Wir versuchen aktuell mit einer zweidimensionalen Logik (Ja/Nein) höherdimensionale (Vielleicht, nicht so gut, mal schauen …) Probleme zu lösen. Dabei kommt teilweise sogar KI zum Einsatz, die wiederum auch nur auf einer zweiwertigen Logik beruht. Selbst die sogenannten „Pseudo-Quanten-Computer“ haben diese Logik als Grundlage.

Damit ist der Konflikt oder wahlweise Crash eine unausweichliche Folge. Es kommt der Zeitpunkt oder die Zeitqualität in der diese Vorgehensweise zum Showdown bzw. zum Shutdown führt, und dies passiert gerade.

Wie sich die Auswirkungen in der von uns wahrgenommenen Wirklichkeit etablieren, sind Inhalt des zweiten Teils.

Wir lesen uns morgen.

RR