Kolumne

22.3.2020

Es fühlt sich an wie ein Belagerungszustand. Groitzsch wird belagert. Aktuell und offiziell von einem Virus, dem „Corona-Virus“.
Der französische Präsident spricht von einem Krieg gegen das Virus, unsere Bundes – „Mutti“ meint, dass die aktuelle Situation, die kritischste und ernsteste Situation seit Ende des zweiten Weltkrieges ist.
Die Läden sind zum allergrößten Teil geschlossen, nur die notwendige Versorgung wird gewährleistet. Geöffnet haben beispielweise Lebensmittelverkaufsstellen, Banken, Tankstellen, Apotheken, Zeitungsläden, Post und Dienstleistungserbringer ohne nennenswerten Publikumsverkehr.
Wir sollen möglichst alle zu Hause bleiben und nur notwendige Besorgungen erledigen und dabei Abstand halten mindestens ein Meter. Bei den Fußwegen in Groitzsch wird das schon problematisch, aber anderseits sind auf der Straße kaum Autos anzutreffen.
Man sollte es vermeiden in der Öffentlichkeit zu husten oder zu niesen, böse Blicke oder unpassende Bemerkungen sind garantiert.
Die Stimmung ist allgemein gespannt, die Menschen versuchen ruhig zu bleiben.
Nur wenige gehen langsam, die meisten sind sehr nervös unterwegs. Was mögen sie sich denken … „nur so schnell wie möglich nach Hause, damit mich der Virus nicht erwischt.“?
Eine dystopisch wirkende Situation, ein Szenario wie aus einem SF-Film aus den siebziger Jahren. Vielleicht erinnert sich noch jemand an den Film „… Jahr 2022 … die überleben wollen“ aus dem Jahr 1973.
Das Internet ist ebenfalls gedrosselt, Streaming geht gerade noch so. Ist ja auch nachvollziehbar, die Nachfrage nach Unterhaltung ist gestiegen, die gut angebundenen Regionen nehmen den schlechter angebundenen Regionen sonst die Bandbreite weg.
Ich bin ja sehr gespannt, wie sich dieses Thema weiterentwickelt.
Man kann in dieser Zeit ja auch mal was für sich selbst tun. Ein oder mehrere gute Bücher lesen beispielsweise. Vom Hörensagen habe ich erfahren, dass der Trend eindeutig zum Zweitbuch geht, vielleicht ist in dieser Zeit auch mehr möglich.
Ich habe mir einige Perry-Rhodan-Bücher zugelegt, um meinen persönlichen Shutdown entspannt genießen zu können und in weiser Voraussicht den Weinkeller mit genügen Rot- und Weißwein aufgefüllt.
Dem Angriff des Virus kann ich so mit einer angenehmen Weinlaune begegnen.
Ich wünsche euch allen eine gute Zeit …

… dann bis morgen

RR