Methode und Theorie

Was ist ein „erfahrener“ Trainer?

Bei vielen Lesern von Remote Viewing Büchern stellt sich die Frage ein, wie sie am besten diese Technik lernen, wenn sie weder Zeit noch Lust haben, sich allein nach Anweisungen und Videos „durchzubeißen“. Dann muss es ein Ausbilder sein, ein „Trainer“. Nun hat man schon viel gehört von Gefahren beim Viewen und qualitativen Unterschieden beim Erklären und coachen. Also sollte es ein „guter“ Ausbilder/in sein, ein „erfahrener“ Trainer/in.

Aber wie erkennt man solche Personen?

Sind es schön gestaltete Internetseiten, hohe Verdienstversprechen, internationales Engagement, Publikationen, Dankesbriefe?

Internetseiten sind heutzutage schnell und automatisiert hingestellt. Ein hoher Verdienst muss sicher auch erarbeitet werden. Publikationen können allesamt abgeschrieben sein, copy/paste ist ja groß in Mode. Und Dankesbriefe? Wer wird sich mit seinem Namen schon vor allen Internetbesucher als „Remote Viewing Auszubildender“ outen wollen? Und alle Briefe mit veränderten Namen kann sich jeder selbst schreiben. Was wirklich zählt, ist sicher für einen Neuinteressenten schwer zu unterscheiden.

Kürzlich hörte ich aus einem ganz anderen Bereich einen hilfreichen Ansatz. Ein Bekannter hatte eine sehr spezielle, heikle Operation hinter sich.
„Du wirst gar nicht glauben, wie wenig gute Leute es dafür gibt! Drei in ganz Deutschland!“, sagte er und zeigte vergnügt seine riesige Narbe.

„Ach, und was ist gut und wie hast du einen gefunden?“, fragte ich zurück.
„Ganz einfach. Die drei praktizieren seit vielen Jahren und haben mindestens 100 diesbezügliche erfolgreiche Operationen hinter sich. Und die Patienten diskutieren hinterher im Netz selbst die verschiedenen Probleme. Daran habe ich mich orientiert. Ich hab gelesen, was die so schreiben. Und ob es vernünftig klingt und nicht wie eine Werbebroschüre.“
Hm, dachte ich, das könnte ein Ansatz sein. Das würde aber bedeuten, dass jeder Interessent sich mit viel Aufmerksamkeit viele Äußerungen, Postings und Artikel durchlesen muss. Denn gerade heute, wo das Internet so bedeutungsvoll geworden ist, dass es die Haupteinkaufstätte geworden ist, wird sich absolut jeder Anbieter nur von der besten Seite zeigen. Große Unternehmen stellen extra Leute ein, die gut über sie posten.
„Tja, Pech gehabt, wenn man sich hier vertut. Aber ich glaube, dass man es durchaus merkt, wenn Schein und Sein nicht zusammenpassen. Man muss nur lange genug lesen. Schauen, ob Links halten, was sie versprechen, oder ob sie sich im Kreis drehen oder blind enden. So was registriert man schon. Das Internet hat auch eine ganz neue Sensibilität hervorgebracht!“
Was für eine Antwort! Fast sind wir damit so schlau wie zuvor. Fast. Denn mir fiel ein, wie ich letztens ein spezielles Ersatzteil für einen PC gekauft habe. Es hat Zeit gekostet, aber es hat gut geklappt. Vielleicht trainiert man auf diese Art auch ein wenig sein Bauchgefühl.